Was Sie über Pneumokokken
wissen sollten

Was sind Pneumokokken?

Bakterien, die meist harmlos sind, unter Umständen aber schwere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung, bei Kindern auch lokale Erkrankungen wie Mittelohrentzündung verursachen können. Eine Lungenentzündung wird in Europa außerhalb des Krankenhauses in rund 19% der Fälle durch Pneumokokken verursacht.1 Pneumokokken treten in unterschiedlichen Varianten (Serotypen) auf.

Wie werden Pneumokokken übertragen?

Pneumokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, wie z.B. durch Husten oder Niesen. Sie siedeln sich dann, meist symptomlos, im Nasen-Rachen-Raum an, dies besonders bei Säuglingen und Kleinkindern.

Welche Symptome können bei einer bakteriellen Lungenentzündung auftreten?

  • Fieber
  • Husten
  • Schüttelfrost
  • Brustschmerzen
  • Atembeschwerden

Welche Krankheiten werden hauptsächlich durch Pneumokokken verursacht?

  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Mittelohrentzündung (Otitis Media)

Welche Folgen hat eine Erkrankung?

Neben einem längeren Krankenhausaufenthalt und Arbeitsunfähigkeit kann eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentzündung auch zu Komplikationen wie Atemstillstand oder zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen führen.

Checkliste:
Sind Sie gefährdet?

Einfach Antworten anklicken und Ergebnis anzeigen lassen.

Diabetes?
Herz-Kreislauf-Erkrankung?
Asthma?
COPD*?
Immunschwäche?
50 bis 59 Jahre alt und Zigarettenkonsum?
50 bis 59 Jahre alt und Alkoholmissbrauch?
50 bis 59 Jahre alt und Bluthochdruck?
50 bis 59 Jahre alt und Atherosklerose?
50 bis 59 Jahre alt und subchronische Bronchitis?
60 Jahre oder älter?
*chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Wie können Sie sich schützen?

Da Pneumokokken permanent in der Bevölkerung vorhanden und weit verbreitet sind, können Sie sich vor dem Kontakt mit Pneumokokken kaum schützen.

Was empfiehlt der Impfplan Österreich?

Der Impfplan Österreich empfiehlt die Pneumokokken-Impfung für Kleinkinder und Personen ab 60 Jahren, weiters für Personen ab 50 Jahren mit erhöhtem Risiko z.B. durch Rauchen, Alkoholmissbrauch, Atherosklerose oder Bluthochdruck sowie für Personen aller Altersgruppen, die eine Immunschwäche haben oder an einer Vorerkrankung wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Asthma oder COPD* leiden.3

* chronisch obstruktive Lungenerkrankung