Die 7 gefährlichsten Mythen
zur Lungenentzündung

Nicht ansteckend.

Fakt ist: Die meisten Lungenentzündungen werden durch Bakterien verursacht und sind sehr wohl ansteckend. In über einem Drittel der Fälle sind Pneumokokken der Auslöser. Die in der Fachsprache als Streptococcus pneumoniae bekannten Bakterien können neben Lungenentzündung (Pneumonie) auch andere schwere Erkrankungen wie Blutvergiftung (Sepsis), Hirnhautentzündung (Meningitis) oder bei Kindern auch lokale Erkrankungen wie Mittelohrentzündung (Otitis Media) zur Folge haben.

Gesunder Lebensstil schützt in jedem Fall.

Fakt ist: Pneumokokken werden durch Tröpfcheninfektion über- tragen, wie z.B. durch Husten oder Niesen. Sie siedeln sich dann, meist symptomlos, im Nasen-Rachen-Raum an – besonders bei Säuglingen und Kleinkindern. Ein starkes Immunsystem ist in jedem Fall von Vorteil, kann aber eine Erkrankung nicht immer verhindern.

Alles halb so wild.

Fakt ist: Eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungen- entzündung kann Fieber, Husten, Schüttelfrost und Brust- schmerzen verursachen. Sie kann aber auch einen längeren Krankenhausaufenthalt und Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben und zu Komplikationen wie Atemstillstand oder zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen führen.

Antibiotika helfen immer.

Fakt ist: Vorbeugung ist immer noch besser als Heilung. Und wegen steigender Resistenzen – also der Widerstandsfähigkeit der Erreger gegen einen Wirkstoff – kann man sich nicht immer auf Antibiotika verlassen.

Es gibt keine Vorbeugung.

Fakt ist: Die Pneumokokken-Impfung bietet Schutz. Und zwar bei den meisten Fällen von Lungenentzündungen, die durch Pneumokokken verursacht werden.4 Eine Lungenentzündung wird in Europa außerhalb des Krankenhauses in über einem Drittel der Fälle durch Pneumokokken verursacht. 1  Es können jedoch auch andere Erreger für Lungenentzündungen verantwortlich sein.

Nicht gefährlich.

Fakt ist: 2016 wurden in Österreich 438 invasive Pneumokokken-Erkrankungen (d.h. mit Nachweis des Erregers im Blutkreislauf) registriert, von denen 32 tödlich endeten.4

Betrifft mich nicht.

Fakt ist: Da Pneumokokken permanent in der Bevölkerung vorhanden und weit verbreitet sind, können Sie sich vor dem Kontakt mit Pneumokokken kaum schützen. Deshalb empfiehlt der Österreichische Impfplan die Pneumokokken-Impfung für Kleinkinder und Personen ab 50 Jahren sowie für Personen aller Altersgruppen, die ein geschwächtes Immunsystem haben oder an einer chronischen Erkrankung wie z.B. Diabetes, COPD* oder Asthma leiden.3